Was sind die Vor- und Nachteile, wenn der Hund mit Futter, bzw. Leckerlies für eine Übung belohnt wird? Hier gibt es verschiedene und sehr gegensätzliche Ansichten. Beim Herr Fichtlmeier z.B. gehört es zum festgelegten Konzept, dass der Hund immer mit Futter für eine Übung belohnt wird. Ich vermute, dass dies auch in erster Linie von ihm definiert wurde, damit diese Regel dem Hundebesitzer erleichtert, eine Bindung zum Hund zu bekommen. Um seinen Schülern dieses Prinzip in einer Metapher besser zu verdeutlichen, sagt er z.B. "Ein Lob ist super, aber ein Lob und ein Stückerl Schokolade ist noch besser." (Das ist natürlich nur ein Vergleich, selbstverständlich verfüttet er an seine Hunde keine Schokolade, da Schokolade schädlich für Hunde ist.) Auch kann man sehen, dass nur jeder zehnte Schüler ein Lob aussprechen kann, das wirklich motiviert. In der Regel wird der Hund bestenfalls abgeklopft und ein 'Fein' ausgesprochen, welches von der Tonlage kaum von allen anderen Lauten unterschieden werden kann. Zwar bemüht sich Herr Fichtlmeier immer wieder zu zeigen, wie ein echtes Lob aussehen kann, indem er mit dem Hund nach erfolgreicher Übung regelrechte Freudentänze aufführt. Alle Anwesenden und vor allem der Hund können dies als ein echtes Lob erfahren, jedoch tut sich in der Regel der Deutsche recht schwer, echte Emotionen zu zeigen und zu vermitteln. Da hilft das Leckerlie zusätzlich, dem Hund zu zeigen, dass er es gut gemacht hat. Ich denke, dass für einen Hund das Futter eine harte Währung darstellt, wie für einen Menschen der Arbeitslohn bzw das Geld. Aber ich konnte häufig erleben, wie das Frauchen oder Herrchen mit der dicken Futtertüte verzweifelt hinter dem Hund hergelaufen sind, um ihm ständig Futter anzubieten. Das geht natürlich ins Gegenteil. Man kann keinen Hund mit Futter motivieren, wenn er schon satt ist, genauso wie man den Multimilllionär nicht mit Geld locken kann. Aber natürlich gibt es auch hier Ausnahmen. Den Hund, der immer fressen kann und dabei dicker und dicker wird, genauso wie den Menschen, der immer mehr Geld will, obwohl er schon mehr hat, als er selbst ausgeben könnte. Aber in der Regel arbeitet der Mensch für Geld, kann dadurch die Arbeit akzeptieren, da ihm das Geld das Überleben ermöglicht. Ähnlich geht es dem Hund wohl mit dem zugeteilten Futter. Wenn man diesen Vergleich annimmt, ist es verständlicher, dass nach dem Verfahren, Futter gegen Leistung, gearbeitet wird. Es ist für den Hund einfacher für uns den Kasper zu machen, oder immer wieder die gleichen für ihn nicht nachvollziehbaren Übungen zu pauken, wenn er dafür mit harter Währung bezahlt wird. Um den Hund nicht zu überfüttern, ist es sinnvoll die Futterration täglich abzuwiegen und von dieser den Hund zu füttern, anstatt nur nach dem Gefühl zu gehen. Aber es ist auch nachvollziehbar, wenn der Schäfer nicht nach jeder Übung seinem Hund ein Leckerlie anbietet, da die hier Voraussetzungen ganz anders sind, als bei einem Stadt- bzw. Familienhund, welcher dauernd Sitz, Platz und Steh machen soll. Der Schäfer und sein Hund sind ein Team, welche stets gemeinsam durch die Lande ziehen und eine gemeinsame Aufgabe haben, wie z.B. die Herde bewachen und leiten. Eine Aufgabe, welche der Hund auch in seinem Innersten als Profession akzeptieren kann. Gerade im Schutzhundesport ist es sehr verbreitet, dass der Hund anstatt mit Futter durch ein Zerrspiel mit einem Apportiergegenstand belohnt wird. Ich finde es zweifelhaft, sich als Belohnung durch ein Zerrspiel jedesmal mit dem Hund auf eine Stufe zu stellen, wenn er etwas richtig gemacht hat. Wenn das tief in den Hund geprägt ist, wie reagiert er dann, wenn Kleinkinder sich mit ihm beschäftigen. Will er dann auch mit ihnen diese Zerrspiele machen? Kleinkinder neigen sehr häufig dazu, Dinge in Besitz zu nehmen ("das ist meins"). Wenn der Hund dies als 'Spiel' auffässt, kann es für das Kind und die Eltern sehr bedrohlich wirken, wenn der Hund mit dem Kind um den Apportiergegenstand wetteifert. Ich denke, dass dies der größte Nachteil von der Belohnung mit Zerrspielen ist. Was meint Ihr?
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Na klar!
Logisch motiviere ich mit Futter! Das ist eine prima Sache und ich denke, dass viele Hunde leider schon sehr bedürfnisarm geworden sind. 3x täglich bekommen sie einen vollen Napf mit hochwertigem und zumeist schwer im Magen liegendem Futter. Sie werden dauern beachtet, geknuddelt (leider meist auf eine Art, die den Hunden garnicht soooo recht ist) und verlieren so ihre Motivation etwas dafür zu tun. Ich gebe lieber weniger Futter in den Napf und beschäftige mich dafür mehr mit dem Hund, wobei es natürlich für gelungene Aufgaben eine Belohnung in Form von Futter bekommt. Das klappt prima! Aber ganz wichtig finde ich auch die Stimme und die Gestik. Klar, manchmal fällt es einem schwer, den Hund freudig zu rufen, wenn er sich gerade auf ein Objekt zu bewegt, wo er nicht hin soll (die berittene Polizei zum Beispiel, oder die Schafherde im englischen Garten), aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein Hund, den man freudig ruft und der weiß, dass dann etwas tolles passiert wenn er kommt, sich auch aus vollem Galopp in Richtung dieser Versuchungen zurück rufen lässt - und das ist wirklich ein Klasse Gefühl!!! Und man kann daran arbeiten, diese positive EInstellung und die freudige Stimme wirklich fast immer hinzubekommen!
Also für uns ein klares Ja,
Also für uns ein klares Ja, unsere Hunde werden und wurden immer mit Leckerli und Stimme motiviert und positiv bestärkt. Ein Beispiel: Fußlaufen wird bei uns so gelernt: Zunächst einmal ganz zu Anfang einer Beziehung üben wir den Sichtkontakt mit dem Kommando "Schau" Das geht so: Wir zeigen dem Welpen ein Leckerli und führen es zwischen unsere Augen und der Hund verfolgt gleichzeitig mit den Augen das Leckerchen,wir sagen dann mit sehr freundlicher Stimme "Schau",wenn der Hund uns sozusagen in die Augen schaut und er wird sofort mit diesem Leckerchen belohnt. Das macht man anfangs in allen erdenklichen Situationen,zuhause und unterwegs immer mal wieder. Der Hund lernt so den Blickkontakt aufzunehmen beim Kommando "Schau" was später sehr wichtig ist, wenn der Hund sich auf seinen Besitzer konzentriert, wenn man ihm was beibringen möchte. Nach kurzer Zeit,weiß der Hund schon beim Kommando "Schau" das er den Besitzer freudig und erwartungsvoll in die Augen schaut. Das ist die Basis sozusagen. Anfangs kann der junge Hund noch nicht lange den Blickkontakt halten,man sollte es auch nicht übertreiben, immer nur kurze Übungseinheiten,egal was man gerade lernt,man sollte den jungen Hund nicht überfordern,es sollte ja immer Spaß machen was neues mit dem Besitzer zu lernen. Mit der Zeit kann man die Übung "Schau" ausweiten,der Hund kann sich mit dem älterwerden auch länger am Stück konzentrieren und wenn man später mit dem Beifußlaufen beginnt,ist es toll beim Kommando Fuß,wenn der Hund einen dabei unentwegt freudig ins Gesicht schaut, und weiß das Fußlaufen ist was tolles und es gibt Leckerlis als Belohnung dabei,die dann zu Anfang immer noch zwischen die Augen gehalten werden. Später wenn der Hund die Übung richtig toll beherscht und einen ohnehin immer anschaut,reicht es auch wenn die Leckerlis ganz normal aus der Jackentasche bei Übungen kommen. Hoffe ich konnte es einigermaßen verständlich erklären,was ich meine. Ist ein bissel schwierig das schriftlich zu erklären. Also grundsätzlich jede Übung wird bei uns mit Leckerli als Motivation und Belohnung positiv bestärkt immer in Verbindung mit freundlicher Stimme(feiiiiin, klasse etc), die meisten Übungen beinhalten obendrein zusätzlich ein Sichtzeichen,so das die Hunde später auf Sichtzeichen und Stimme hören, sowohl zusammen als auch nur auf Sichtzeichen oder nur auf Stimme. Das Herankommen ist z.B. auch eine wichtige Übung,die immer mit einem Leckerli belohnt wird,so lernen die Hunde recht schnell das es immer positiv ist auf Zuruf zurückzukommen. Zusätzlich natürlich gleichzeitig die freundliche Stimme,wenn Hund herangekommen ist,feiiiiiin und ein Streichler übers Fell usw. Das Herankommen wird beim Spaziergang bei uns auch immer mal wieder einfach so zwischendurch gerufen,also es muß kein Grund vorliegen,z:B. entgegenkommende Spaziergänger etc,sondern wir rufen immer zwischendurch die Hunde zurück und belohnen,damit die Hunde nicht denken sie sind sich selbt überlassen im Freilauf und können machen was sie wollen,sie sollen schon merken,das sie immer noch in unserem Einfluß stehen. Wir haben grundsätzlich immer wenn wir ausser Haus gehen,Leckerchen in Jacken-und/oder Hosentasche.
LG Angela+Frank mit Tiger+Fynn
Ich verwende in der Regel nur
Ich verwende in der Regel nur Futter als Belohnung, wenn ich gezielt mit Dusty arbeite. Beim Gassi habe ich so gut wie nie Leckereien bei mir bzw. setze sie kaum ein. Der Grund, warum ich das umgestellt habe, liegt darin, daß ich das Gefühl hatte, daß das Interesse meines Hundes daran zu mir zurückzukommen, bei mir zu bleiben und meinen Kommandos zu folgen ausschließlich der Anwesenheit - und später sogar der Qualität - der mitgeführten Leckerlis geschuldet war. Dusty hat wirklich und wahrhaftig vor einem Spaziergang an meiner Jacke geschnuft. War nichts drin oder war es im Laufe des Spazierganges alle, hat mein Hund mich mit dem Hintern nicht mehr angesehen. Die nächste Krücke war der mitgeführte Ball. Das alles habe ich aufgegeben und an der Führung gearbeitet. Dusty sollte lernen mir zu folgen, weil es für ihn die richtige Entscheidung ist.
Da sind wir auch angekommen. Wenn wir allerdings in einer Gruppe laufen und es aus jeder Jacke lecker duftet, habe ich meine Probleme. Ganz besonders, wenn er einfach so mal beim Laufen ein Stück Wurst in die Schnute gestopft bekommt. Feinis sind auch bei der Arbeit nicht ohne, wenn wir z.b. Neues lernen oder an Korrekturen arbeiten. Dusty schnellt dann von 0 auf 100 und landet im Übersprung. Sprich, kaum hat die Belohnung im Göschle, knabbert er am re. Bein. Das ist zwar immer seltener der Fall, irritiert aber sowohl ihn als auch mich und stört den sauberen Ablauf der Arbeit.
Die größte Belohnung für meine Schönen ist immer noch, wenn ich nach guter Arbeit richtig mit ihm rumrockse und ihm meine Begeisterung für seine Arbeit zeige. Zusammengefasst: Feinis - ehr nein.