Status Erziehung von SunnyManches geht bei mir mit 2 Hunden einfacher, da sich die Kleine an der Mutter orientiert, manches geht deswegen umso schwerer. Ich versuche die Prägung weiterzuführen und dadurch zu erreichen, dass der Welpe bestimmte Verhalten von Geburt an nicht anderes kennt. Damit kann eine viel größere Sicherheit gewonnen werden, als alles später zugelernte. Befehle durch Gesten werden von dem Hund sehr gut verstanden und angenommen. Dies macht den Hund auch intelligenter. Kinder von Gehörlosen, welche früh die Gebärdensprache lernen sind statistisch gesehen wesentlich intelligenter als Kinder, welche hauptsächlich mit Sprache aufwachsen. Ich denke, bei Hunden ist es noch extremer. Das wichtigste, was ich dem Hund beibringen will ist die Bereitschaft zur Kommunikation. D.h. das er versucht mich zu lesen und mir zu folgen bzw zu helfen wo er kann. Das geht nur, wenn der Hund großen Spass damit hat. Hier habe ich den Schlüssel auch in der Prägung gelegt, indem ich den Hunden als allererstes das Lob vermittelt habe. Schon ab Mitte der 4. Woche konnte man erkennen, das die Welpen das Lob annehmen und dabei wachsen (ihre Körperhaltung nach oben straffen). Ich versuche dann die Übungseinhaiten so zu legen, dass sie auch erfolgreich werden. Apportierübungen werden erst in sicheren Terrain ohne Ablenkung geübt, dann kommt stets eine neue Ablenkung hinzu, bis es auch neben tollenden Hunden klappt. Es ist zu vermeiden, dass Übungen fehlschlagen. Wenn der Hund z.B. beim Apportieren nicht suchen will und sich nicht durch Laute steuern lässt, dann bricht man die Übung ab und fängt von vorne an und stellt den Hund neu und besser ein. Macht sich und das Spiel durch massivere positive gespannte Energie interessanter. Sitz klappt immer, Platz auch. Hier am Anfang die Hand nicht so weit weg vom Kopf, der Welpe sieht noch nicht so gut. Deswegen sind auch Bewegungen wesentlich besser von ihm wahrzunehmen als nicht bewegte Gesten. Hierbei nicht zu schnell bewegen. Der Welpe ist immer versucht sofort nach dem Lob für das Platz wieder aufzustehen. Das kann man abmindern indem man ihm das Leckerli langsamer gibt und ihm vorne zwischen die Beine legt und somit seine Erwartung, wo das Leckerli erreicht wird, nach unten zieht. Der Ausdruck 'Komm' bedeutet bei mir 'Geh weider'. Also gehe von dem Ort wo du gerade bist in meine Richtung, mehr nicht. Der Ausruf 'Hier' oder Pfeifen dedeutet unbedingtes Herankommen, in jedem Fall. Jeder Ansatz, dies nicht zu tun, wird sofort beantwortet. Dies wurde im kleinen geübt und Stück für Stück erweitert. Da ich handeln muss, wenns nicht klappt und dies natürlich mit viel Stress verbunden ist, gebe ich mir große Mühe beim Ausdruck dieser Befehle. Neben dem Hier gibt es noch das Stopp und Bleib, dass immer meine volle Aufmerksamkeit erfordert. Hier stellt sich nicht die Frage, ob es klappt, sondern es muss immer klappen, in dem Sinn, das der Welpe nie der Eindruck bekommen darf, dass dieser Befehl zweideutig gemeint ist. Dies wäre der Fall, wenn ich nur Hier sage und der Welpe nicht kommt, aus welchen Gründen auch immer, z.B. weil eine fremde Person oder Hund den Welpen ablenkt. Wenn der Welpe auch nur einmal lernt, dass Herrchen 'Hier' sagt und er nicht gekommen ist, hat dieses 'Hier' die Bedeutung gewechselt, dass man häufig kommen soll aber nicht immer. Das Aus ist einfach, da die Welpen von Anfang an das Tauschen gewohnt sind. Sunny tauscht auf ein freundliches Aus Alles. Leine. Hier spielt es eine große Rolle wie ausgelastet die Hunde sind. Bei meinen Spaziergängen mache ich zur Zeit in der ersten halben Stunde wenig Strecke über Land da ich permanent die Richtung wechsle oder stehenbleibe wenn Sunny zieht. Das wird noch einige Zeit so gehen, jedoch wird es von Mal zu Mal besser und es gibt auch schon überwiegend Phasen wo es prima klappt. Sehr prägend sind entspannte Slalomläufe in der Stadt um Lichtpfosten, Biertische, alles mögliche. Sonntags am Viktualienmarkt hat man einen tollen Parkur. Fuss gehen klappt ohne Leine besser als mit. An der Leine mache ich nie Druck, kein Nein, kein Ziehen oder Reißen sondern hoffe immer auf die wachsende Verständnisfähigkeit des Hundes. Ohne Leine bekommt der Welpe ein Nein, wenn er aus der Spur geht. Sunny lässt sich mit einem einfachen Nein am Ausbrechen hindern,jedoch muss man immer die volle Konzentration haben. Solange man voll auf beide Hunde konzentriert ist, laufen sie perfekt mit. Wenn diese nachlässt, mindert sich auch die Konzentration der Hunde. Dieser rote, grüne Bereich wird bei Spaziergängen auch auf wechselnde Reviere angewendet, wie Weg, nicht Weg, Wiese, Feld, etc. Apportieren wird täglich geübt und macht allen Spass. Hier wird vor allem die Kommunikation gefördert, das Verständnis für Handzeichen, Richtungsanzeigen, positiv, sanftes negativ, etc. Hand in Hand mit der Erziehung sind die prägende Erlebnisse. Sunny ist völlig entspannt beim Motorbootfahren oder bei unserer letzten Flusswanderungen .... Klettererlebnisse und Begegnungen mit Stadt, Technik, anderen Tieren, allen Formen von Menschen.
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