Viele Hundeschulen bieten mittlerweile Mantrailing Kurse an. Hier möchte ich kurz aus eigener Erfahrung ebrichten, um was es sich handelt. Mantrailingbeschreibt die Suche nach einer bestimmten Person. Dies findet natürlich parktische Anwendung in der Polizeihundestaffel, aber man kann es auch privat und nur zum Hobby betreiben. Das tolle daran ist, dass der Hund eine Spüraufgabe bekommt. Udn wozu, wenn nicht zum Aufnehmen und Verarbeiten von Gerüchen sind Hunde geschaffen??? Ich mache Mantrailing mit der Hündin meiner Schwiegereltern und sie ist ganz wild darauf. Der Ablauf ist folgender: Die Hunde werden an einer Schleppleine von 10 Metern geführt. Man sollte ein eigenes Geschirr für's Mantrailing haben, weil der Hund hier an der Leine ziehen darf und weil er so weiß, dass er "im Dienst" ist! Das Geschirr kommt nur unmittelbar vor der Suche dran und direkt hinterher wieder ab. Jede Person, die gesucht wird bringt einen Geruchsstoff von sich (einen durchsichtigen Plastikzippbeutel mit zB einer getragenen Socke) mit. Und dann geht es los. die zu suchende Person versteckt sich, der Hundeführer bekommt den Geruchsstoff, stülpt diesen über die Nase des Hundes und gibt den Befehl zum Suchen. Und auf geht's! Der Hund läuft los und meist kommt er recht schnell an Stellen, wo er sich für einen Weg entscheiden muss. Die meisten Hunde rennen erstmal los, auf dem Weg vor Ihnen, halten dann an der Weggabelung inne und dann geht die Nasenarbeit los. Ich war total beeindruckt von dem Ausmaß an Zufiredenheit und Erschöpfung, die dieses Training mit sich bringt. Anfänglich hat unsere Hündin mich gesucht, da hier natürlich der ANreiz am größten ist. Pro Trailingtag sucht jeder Hund "nur" drei Mal - das reicht völlig! Beim zweiten training hat unsere Hündin erst einmal mich, dann aber gliech eine der Trainerinnen gesucht. Der Trail war vielleicht 50 Meter lang - also wirklich nichts, was man als auspowernd für den Hund annehmen würde. Nach einmal mich und zweimal Fremdsuche war Ronja total fertig. Sie hat 2 Stunden platt geschlafen. Wirklich faszinierend! Ich finde dies eine super schöne Arbeit für Mensch und Hund. Es ist nicht so zeitaufwendig, wie zB eine rettungshundestaffel und daher vielleicht für viele Menschen leichter umsetzbar. (wir trailen immer 2 Stunden und nur ca. alle 3-4 Wochen). Man sollte es allerdings NIE ohne Anleitung machen! Wenn man den hund überfordert und er keine Erfolgserlebnisse hat, kann man ihm schnell den Spaß an dieser tollen Arbeit verderben. Sobald die hunde den Spaß daran entdeckt haben, ist es wirklich klasse und man sollte es sich nicht nehmen lassen! Es ersetzt natülich keine Spaziergänge, ist aber eine tolle Ergänzung und lässt das Team Mensch/Hund enger zusammen wachsen. Man schafft etwas zusammen und ähnlich wie wenn man mit Menschen in einem Team ein Projekt erfolgreich zu ende bringt, fürht auch diese gemeinsame Arbeit mit dem Hund zu einer engeren Bindung. Die Hunde lernen hier meist sich hinzusetzen, wenn sie das "Opfer" gefunden haben. Das anzeigende Bellen ist nicht unbedingt nötig, da man ja direkt dabei ist. Belohnt wird auch wieder über Futter. Anfänglich hat das Opfer das Futter dabei, damit der Anreiz klar wird, dann geht man dazu über, selber den Hund zu belohnen.
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